Brauche ich ein Repetitorium für die HSPV? Wann exvorep oder PolizeiRep wirklich sinnvoll sind


Inhaltsverzeichnis
- Reicht der Präsenzunterricht an der HSPV für die Klausurvorbereitung aus?
- Das eigentliche Problem: Selbststudium ohne System
- Für wen ist ein Repetitorium an der HSPV besonders sinnvoll?
- Wann brauchen Sie kein Repetitorium?
- Welche Vorteile bietet ein Repetitorium?
- 1. Eine systematische Stoffstruktur
- 2. Fokus auf Klausurtechnik
- 3. Strukturierte Wiederholungssysteme
- 4. Klare Priorisierung
- 5. Sicherheit für die Klausur
- Erfahrungen aus über 20 Jahren HSPV-Klausurvorbereitung
- Fazit: Brauche ich ein Repetitorium für die HSPV?
Reicht der Unterricht an der HSPV NRW aus? Muss ich zusätzlich ein Repetitorium besuchen? Oder kann ich mir das Geld sparen und mich vollständig allein auf die Klausuren vorbereiten?
Diese Fragen stellen sich viele Studierende früher oder später. Die ehrliche Antwort lautet – wie so oft im juristischen Studium: Es kommt darauf an.
Sie brauchen nicht zwingend ein Repetitorium, um die Klausuren an der HSPV zu bestehen. Für viele Studierende ist eine professionelle Unterstützung aber eine sinnvolle Ergänzung. Vor allem dann, wenn im Selbststudium die Struktur fehlt, Wissenslücken bestehen oder die Klausurtechnik noch unsicher ist.
In diesem Artikel erfahren Sie:
- wann ein Repetitorium für die HSPV besonders sinnvoll ist,
- wann Sie möglicherweise keine zusätzliche Unterstützung brauchen,
- welche Vorteile eine strukturierte Klausurvorbereitung bietet und
- was Sie von einem professionellen Repetitorium erwarten können.
Reicht der Präsenzunterricht an der HSPV für die Klausurvorbereitung aus?
Schauen wir zunächst auf die Vorgaben der HSPV selbst. Der Präsenzunterricht deckt nämlich nur einen Teil der vorgesehenen Lernzeit ab. Ein erheblicher Anteil des Stoffes ist ausdrücklich für das Selbststudium vorgesehen.
Im Modulhandbuch für den Studiengang PVD sind beispielsweise folgende Zeiten vorgesehen:
- Staatsrecht GS 2.1: 37,5 Stunden Präsenzstudium und 43 Stunden Selbststudium
- Eingriffsrecht GS 2.2: 75 Stunden Präsenzstudium und 84,5 Stunden Selbststudium
Auch im Studiengang KVD ist der Anteil des Selbststudiums erheblich. Für das Zivilrecht im Modul 4.2 nennt das Modulhandbuch 93 Stunden Präsenzstudium und 72 Stunden Selbststudium.
Hoher Selbststudiums-Anteil
Damit entfallen – je nach Modul – rund 40 bis 50 Prozent der gesamten Lernzeit auf das Selbststudium. Unterrichtsausfälle können diesen Anteil zusätzlich erhöhen.
Was bedeutet das für Ihre Klausurvorbereitung?
- Sie müssen Ihr Selbststudium selbst strukturieren.
- Sie sind für die Wiederholung und Vertiefung des Stoffes verantwortlich.
- Sie müssen klausurrelevante Prüfungsschemata eigenständig festigen.
- Sie müssen auch Themen nacharbeiten, die im Unterricht nicht oder nicht in der erforderlichen Tiefe behandelt wurden.
Gerade der letzte Punkt wird häufig unterschätzt. Wir erleben immer wieder, dass klausurrelevante Inhalte – etwa Art. 14 GG im Staatsrecht oder der Anspruchsaufbau im Allgemeinen Verwaltungsrecht – mit dem Hinweis auf das Selbststudium nur kurz angesprochen oder vollständig ausgelagert werden.
Viele Studierende merken deshalb erst in der ersten Klausur, dass zwischen „Ich habe den Stoff im Unterricht gehört“ und „Ich kann damit eine Klausur lösen“ ein erheblicher Unterschied liegt.
Das bedeutet:
- Das Selbststudium muss strukturiert werden
- Sie sind selbst verantwortlich für Wiederholung und Vertiefung des Stoffes
- klausurrelevante Aufbauschemata müssen eigenständig gefestigt werden
- manche Themen können nicht oder nicht in der erforderlichen Tiefe behandelt werden
Viele Studierende merken erst in der ersten Klausur, dass zwischen „Stoff im Unterricht gehört“ und „Klausur bestehen“ ein deutlicher Unterschied liegt. Das liegt schlicht daran, dass der Präsenzunterricht an der HSPV nur einen Teil der Vorbereitung abdeckt.
Der Präsenzunterricht an der HSPV ist also nicht schlecht – aber er ersetzt kein strukturiertes Selbststudium.
Das eigentliche Problem: Selbststudium ohne System
Der Schlüssel zum Klausurerfolg liegt also zu einem großen Teil im Selbststudium. Genau hier beginnen jedoch bei vielen Studierenden die Schwierigkeiten.
Typische Probleme sind:
- keine klare Lernstruktur oder geeignete Lerntechnik,
- fehlende oder unvollständige Lernmaterialien,
- kein verlässlicher Überblick über den gesamten Stoff,
- keine klare Priorisierung klausurrelevanter Themen,
- Unsicherheiten bei Anspruchsaufbauten und Prüfungsschemata,
- Wissenslücken im Staatsrecht, Verwaltungsrecht oder Eingriffsrecht und
- eine noch nicht ausreichend entwickelte Klausurtechnik.
Besonders Studierende im Polizeivollzugsdienst geraten durch Schichtdienst und Praxisphasen schnell unter Zeitdruck. Aber auch im Studiengang KVD ist es neben den übrigen Anforderungen des dualen Studiums nicht immer einfach, das Selbststudium konsequent und sinnvoll zu organisieren.
Das bedeutet nicht, dass der Unterricht an der HSPV schlecht ist. Es bedeutet lediglich, dass der Unterricht nur einen Teil der Vorbereitung leisten kann. Den anderen Teil müssen Sie selbst gestalten.
Ein Repetitorium steht deshalb nicht in Konkurrenz zum Präsenzunterricht. Es baut darauf auf, schließt Lücken und hilft Ihnen dabei, den von der HSPV vorgesehenen Anteil des Selbststudiums sinnvoll zu nutzen.
Für wen ist ein Repetitorium an der HSPV besonders sinnvoll?
Ein Repetitorium kann Sie insbesondere dann unterstützen, wenn:
- Sie unsicher sind, welche Themen wirklich klausurrelevant sind,
- Ihnen der Überblick über den Stoff fehlt,
- Sie keine funktionierende Lernstrategie gefunden haben,
- Ihnen nur wenig Zeit für Ihr Selbststudium bleibt,
- Sie gezielt Wissenslücken schließen müssen,
- Sie den klausurrelevanten Stoff noch einmal verständlich und strukturiert erklärt bekommen möchten,
- Sie Probleme mit Prüfungsschemata, Anspruchsaufbauten oder dem Gutachtenstil haben oder
- Sie bereits eine Klausur nicht bestanden haben oder Sie sich im Letztversuch befinden.
Entscheidend ist nicht, ob Sie grundsätzlich lernen können. Entscheidend ist, ob Sie den Stoff rechtzeitig, vollständig und klausurbezogen beherrschen.
Ein gutes Repetitorium stellt Ihnen verständliche Lernunterlagen zur Verfügung, ordnet den Stoff und bietet unterschiedliche Lernmöglichkeiten an. Dazu gehören etwa Live-Seminare, Lernvideos und digitale Karteikarten. So können Sie Ihr Selbststudium gezielt an Ihre persönliche Situation anpassen.
Wann brauchen Sie kein Repetitorium?
Ist ein Repetitorium zwingend notwendig, um die Klausuren an der HSPV zu bestehen? Die klare und ehrliche Antwort lautet: Nein.
Genug Studierende bestehen ihre Klausuren auch ohne externe Unterstützung. Sie können Ihr Selbststudium beispielsweise mit Lehrbüchern, eigenen Zusammenfassungen und selbst erstellten Karteikarten organisieren.
Ein Repetitorium ist möglicherweise nicht erforderlich, wenn:
- Sie einen guten Überblick über den klausurrelevanten Stoff haben,
- Sie im Präsenzunterricht nur wenige Verständnisprobleme hatten,
- Sie eigenständig Fälle lösen und anschließend sauber nacharbeiten können,
- Sie über eine klare und erprobte Lernstrategie verfügen,
- Sie den Stoff diszipliniert und regelmäßig wiederholen,
- Sie sich neue Inhalte gut selbstständig aneignen können und
- Sie in bisherigen Klausuren bereits gute oder sehr gute Ergebnisse erzielt haben.
Ein Repetitorium ist eine Unterstützung – aber kein Muss.
Welche Vorteile bietet ein Repetitorium?
Ein professionelles Repetitorium wie exvorep oder PolizeiRep bietet typischerweise folgende Vorteile:
1. Eine systematische Stoffstruktur
Der klausurrelevante Stoff wird in einer sinnvollen Reihenfolge vermittelt. Sie lernen, welche Themen zusammengehören, welche Prüfungsschemata Sie sicher beherrschen müssen und an welchen Stellen typische Klausurschwerpunkte liegen.
Sie lernen also nicht einfach „irgendetwas“, sondern arbeiten sich gezielt durch den Stoff, den Sie für die Klausur brauchen.
2. Fokus auf Klausurtechnik
Für eine gute Klausur reicht reines Wissen nicht aus. Sie müssen das Gelernte auch auf einen konkreten Sachverhalt übertragen können.
Insbesondere in unseren Live-Seminaren zur HSPV-Klausurvorbereitung lösen wir deshalb gemeinsam Klausurfälle und trainieren dabei:
- den richtigen Anspruchs- oder Prüfungsaufbau,
- den Gutachtenstil und passende Formulierungen,
- die Schwerpunktsetzung in der Klausur,
- ein sinnvolles Zeitmanagement und
- den Umgang mit typischen Klausurfehlern.
3. Strukturierte Wiederholungssysteme
Übung macht den Meister. Denn einmal verstanden bedeutet noch lange nicht dauerhaft gelernt. Damit Sie den Stoff in der Klausur sicher abrufen können, müssen Sie ihn regelmäßig anwenden und wiederholen.
Natürlich können Sie im Selbststudium eigene Fälle lösen, Zusammenfassungen schreiben und Karteikarten erstellen. Das kostet jedoch viel Zeit. Ein Repetitorium nimmt Ihnen einen Teil dieser Vorarbeit ab: Der Stoff wird bereits strukturiert aufbereitet, in Seminaren wiederholt und anhand von Klausurfällen angewendet.
Unsere digitalen Karteikarten für die HSPV nutzen zudem das Prinzip der Spaced Repetition. Dabei werden Inhalte in zeitlich versetzten Abständen wiederholt. Studien zeigen, dass diese Form der Wiederholung das langfristige Behalten von Wissen deutlich verbessern kann.
Unser digitales Karteikartensystem, mit dem Sie eigene Karteikarten erstellen und lernen können, ist zudem kostenlos.
4. Klare Priorisierung
Was ist besonders klausurrelevant? Was müssen Sie sicher beherrschen? Und welche Einzelheiten sind eher von untergeordneter Bedeutung?
Diese Einordnung fällt im Selbststudium häufig schwer. Ein erfahrener Repetitor hilft Ihnen dabei, den Stoff zu gewichten. Dadurch können Sie Ihre begrenzte Lernzeit dort einsetzen, wo sie den größten Nutzen bringt.
5. Sicherheit für die Klausur
Zu guter Letzt nimmt Ihnen ein mithilfe eines Repetitoriums effektiv gestaltetes Selbststudium ganz viel Druck. Viele Studierende berichten, dass eine strukturierte Vorbereitung vor allem auch psychische Sicherheit schafft. Das ist in jeder Prüfungssituation ein nicht zu unterschätzender Faktor.
Erfahrungen aus über 20 Jahren HSPV-Klausurvorbereitung
Seit 2001 haben wir mehr als 17.000 Studierende bei ihrer Klausurvorbereitung an der FHöV beziehungsweise HSPV NRW unterstützt. Viele ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer arbeiten heute in verantwortungsvollen Positionen in der Verwaltung oder im Polizeidienst.
Ob ein Repetitorium hilfreich sein kann, weiß ich zudem auch aus eigener Erfahrung. Als ich selbst an der damaligen FHöV NRW (jetzt HSPV NRW) studiert habe, gab es für uns Studierende noch keine vergleichbare externe Unterstützung.
Erst am Ende meines anschließenden Jurastudiums lernte ich ein professionelles Repetitorium kennen. Ich besuchte ein Jahr lang das Hemmer Repetitorium – und war begeistert.
Zum ersten Mal erhielt ich einen strukturierten Überblick über den gesamten Stoff. Prüfungsaufbauten und Zusammenhänge wurden so erklärt, dass vieles plötzlich Sinn ergab. Der Stoff wurde verständlicher – und machte am Ende sogar Spaß.
Ohne diese professionelle Unterstützung hätte ich mein juristisches Staatsexamen möglicherweise nicht im ersten Versuch oder jedenfalls nicht mit demselben Ergebnis bestanden. Diese Erfahrung hat mich dazu inspiriert, ein eigenes Repetitorium für Studierende der FHöV beziehungsweise HSPV NRW aufzubauen.
Auch unter Jurastudierenden ist der Besuch eines Repetitoriums völlig normal. Fragen Sie ruhig einmal Ihre Dozentinnen und Dozenten, ob sie sich mit Hemmer, Alpmann Schmidt oder einem anderen Anbieter auf ihr Examen vorbereitet haben. Meine persönliche Einschätzung ist: Der Anteil dürfte bei deutlich über 90 Prozent liegen.
Sie können sich außerdem in Ihrer Ausbildungsbehörde oder bei Studierenden aus höheren Jahrgängen erkundigen. Sehr häufig treffen Sie dort auf ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer von exvorep oder PolizeiRep.
Fazit: Brauche ich ein Repetitorium für die HSPV?
Nein, zwingend brauchen Sie kein Repetitorium. Andere Studierende bestehen die Klausuren an der HSPV auch ohne externe Unterstützung.
Wenn Sie Ihren Stoff selbstständig strukturieren können, regelmäßig wiederholen, Fälle sicher lösen und in Klausuren bereits gute Ergebnisse erzielen, können Sie Ihr Selbststudium auch vollständig eigenständig gestalten.
Fehlt Ihnen dagegen der Überblick? Sind Sie unsicher, was klausurrelevant ist? Haben Sie Wissenslücken oder Probleme mit der Klausurtechnik? Dann kann ein professionelles Repetitorium einen entscheidenden Unterschied machen.
Am Ende geht es nicht darum, ob Sie „Hilfe brauchen“. Es geht darum, wie Sie sich möglichst sicher und effizient auf Ihre Klausuren vorbereitest.
Und wenn Sie uns brauchen, sind wir für Sie da – mit Erfahrung, klaren Erklärungen und vollem Einsatz.
Häufig gestellte Fragen
Unsere Live-Seminare kosten ab 19 Euro pro Seminarteil. Digitale Karteikarten gibt es ab 9 Euro, Lernvideos ebenfalls ab 19 Euro. Unsere Bücher kosten um die 10 Euro.
Unser digitales Karteikartensystem, mit dem Sie eigene digitale Karteikarten erstellen und lernen können, ist kostenlos.
Lerntipps & Wissensbeiträge für Ihr Studium an der HSPV NRW
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